Vielleicht hast du dich gar nicht verloren
Shownotes
Vielleicht hast du dich gar nicht verloren.
Wann warst du zuletzt richtig glücklich? Wann hast du dich zuletzt in etwas verloren? Wann hast du dich zuletzt so richtig wie du selbst gefühlt?
Manchmal merken wir erst spät, dass wir so lange funktioniert haben, dass für uns selbst kaum noch Platz geblieben ist.
In dieser Folge geht es um Selbstentfremdung, Veränderung und die Frage, ob wir wirklich zurück zu einer früheren Version von uns müssen.
Oder ob es vielleicht viel spannender ist, herauszufinden, wer wir inzwischen geworden sind.
Ich erzähle dir von meiner ganz persönlichen Vorstellung eines Tages, an dem wirklich niemand etwas von mir braucht – und davon, was diese Vorstellung über mich verraten hat.
Und ich teile eine Geschichte über ein Ehepaar, das nach Jahrzehnten noch glücklich miteinander war. Ihr Geheimnis war sinngemäß: Sie waren gar nicht all die Jahre mit derselben Person verheiratet.
Denn Menschen verändern sich.
Vielleicht gilt das nicht nur für Beziehungen, sondern auch für die Beziehung zu uns selbst.
Und vielleicht musst du dich gar nicht finden.
Vielleicht musst du dich einfach wieder kennenlernen.
Eine kleine Einladung für die nächste Woche:
Wenn du irgendwann denkst:
„Das gerade tut mir gut.“
– egal wie klein dieser Moment ist – halt kurz inne.
Und frag dich:
„Fühle ich mich gerade ein bisschen wie ich?“
Vielleicht beim Kaffee. Beim Spazierengehen. Beim Sport. Beim Lesen. Beim Nichtstun. Beim Quatschmachen. Oder mit einem bestimmten Menschen.
Du musst noch nicht wissen, warum.
Vielleicht reicht es erstmal, diese kleinen Hinweise zu sammeln.
Transkript anzeigen
00:00:02: Es ist nicht wenig, es ist nicht schwer.
00:00:05: Du kannst das hoffen aber hoffe nicht so sehr!
00:00:09: Vielleicht dein Podcast für neue Blickwinkel aufs Leben?
00:00:20: Vielleicht hast du dich gar nicht verloren.
00:00:26: Hallo Welt da bin ich wieder heute schon mit Folge vier von vielleicht.
00:00:33: Das ist echt ein kleiner Meilenstein mit dem ich nicht gerechnet hätte.
00:00:39: Ich glaube, es hören mir auch noch nicht allzu viele zu von euch.
00:00:41: Aber für die, die da sind schön dass ihr da seid.
00:00:44: ich freue mich über jeden einzelnen von euch.
00:00:47: Ja es sind jetzt knapp vier Wochen Podcast und Es ist überhaupt keine Zeit irgendwie ein Resümee zu ziehen.
00:00:54: aber was sich schon gerne einmal sagen möchte heute ist das ist total witzig finde weil ich glaube diejenige die gerade am meisten mitnimmt aus diesen folgen bin tatsächlich ich selbst.
00:01:10: Also wenn auch sonst aktuell noch niemand hier mithört, ich lerne gerade tatsächlich sehr viel über mich und das ist auch ziemlich schön muss ich sagen ja!
00:01:21: Und auch diese Woche habe ich wieder ein Gedanken mitgebracht den ich unbedingt mit euch teilen möchte denn der beschäftigt mich jetzt schon eine ganze Weile und ich schwirre immer wieder drum herum und drumherum.
00:01:34: Ich glaube ich komme jetzt einfach mal direkt zur Sache.
00:01:37: Ich habe da ein ziemlich komisches Problem.
00:01:39: Ich suche was, von dem ich nicht mehr genau weiß, was es ist?
00:01:45: Ich merke nämlich dass sich mit meiner Lebenssituation seit einer ganzen Weile ehrlich gesagt ziemlich unzufrieden bin und ich spüre tief in mir drin das ich wirklich etwas verändern möchte.
00:01:59: Konkret fehlt mir einfach so dieses Gefühl vom Leben.
00:02:04: Also ich möchte einfach, dass mein Leben sich wieder nach leben und vor allem nach meinem Leben anfühlt.
00:02:11: Dass ich morgens aufstehe und mich auf irgendwas freue.
00:02:15: Das ich Dinge mache in denen ich mich verliere!
00:02:18: Dass ich abends ins Bett fallen kann und denken kann heute war ein richtig guter Tag.
00:02:25: Ja und diesen Zustand den schleppe ich jetzt ehrlicherweise schon so lange mit mir rum das ich langsam an einen Punkt komme wo ich mich schon frage, wie lange mache ich das noch mit?
00:02:37: Wie lange kann ich es vielleicht auch mitmachen und was brauche ich um aus diesem Zustand rauszukommen.
00:02:44: Kleiner Spoiler!
00:02:45: Dieser Podcast ist glaube ich schon ein erster Schritt da heraus und ich bin tatsächlich sehr dankbar mir selbst dass sich das durchziehe und ich freue mich auch über jeden einzelnen von euch der hier mitmacht und der hier dran bleibt, der immer noch zuhört.
00:03:02: Aber es gibt natürlich auch ein paar andere Fragen, die man sich stellt.
00:03:05: Wenn man an so einem Punkt in seinem Leben ist – ich weiß nicht ob ihr die Fragen schon kennt, wenn nicht – stelle ich sie euch gerne aber ich verrate euch und jetzt finde Sie gar nicht zu leicht!
00:03:14: Ja da kommen dann so Fragen wie Wann war ich eigentlich zuletzt richtig glücklich?
00:03:20: Wann habe ich mich zuletzt in etwas verloren?
00:03:22: oder wann habe ich mir zuletzt wie ich selbst gefühlt und zwar so
00:03:27: richtig?!
00:03:28: Und bei mir ist jetzt echt so eine verrückte Erkenntnis dabei oder auf dem ersten Blick vielleicht auch traurige Erkenntnisse, aber ich komme nachher dazu.
00:03:37: Es wird keine traurigen Folge!
00:03:39: Ich habe momentan keine dieser Fragen einer Antwort – teilweise nicht mal ein Schimmer davon.
00:03:48: Aber in der Vorbereitung auf diesem Podcast hab' ich tatsächlich was bemerkt und das hat meine Sichtweise ziemlich geschiftet Und das möchte ich jetzt mit dir teilen.
00:04:03: Wenn ich so drüber nachdenke und reflektiere, wie die letzten Jahre so gelaufen sind und wie ich überhaupt an diesen Punkt angekommen bin, an dem ich heute bin, indem ich sage... Ich glaube es dauert nicht mehr lang, dann kann ich nicht mehr!
00:04:15: Dann stelle ich ein paar Dinge über mich fest.
00:04:18: Zum Beispiel dass ich sehr gut im Funktionieren bin.
00:04:21: Ich bekomme meine Arbeit zu behin, ich bekomme die Familie irgendwie gemanagt, ich bekommen generell Dinge irgendwie gemanagt.
00:04:27: Ja, ich bin jemand der sehr schnell sehr viel vielleicht auch zuviel über Verantwortung übernimmt.
00:04:32: Wobei ich auch sagen muss Ich bin jetzt kurz danken nicht so diese typische Perfektionistin aber ich habe schon glaube ich ein relativ ausgeprägtes Helfer-Syndrom.
00:04:39: Ich kann schlafen ja?
00:04:40: Vielleicht nicht jede Nacht acht Stunden manchmal sind es leicht auch mal nur drei weil ich einfach nur wach im Bett lege Aber ich kann schlagen und ich kann noch wieder aufstehen!
00:04:48: Ich kann hinfallen und wieder aufziehen mit meinen Krönchen richten und weitermachen Und natürlich... gibt es jetzt auch nicht nur schlechte Momente in meinem Leben.
00:04:57: Es gibt auch ganz viele schöne Momente, aber die letzten Jahre ist eine Sache ganz stolz auf der Strecke geblieben und das bin ich selbst!
00:05:07: Ich habe in den letzten Jahren immer weniger Zeit und Platz für mich selbst gehabt.
00:05:12: Ja, ich hab seit mindestens fünf Jahren eigentlich nicht mehr regelmäßig Sport gemacht.
00:05:16: Ich habe eigentlich nie Zeit mal einfach nur dazu sitzen und vor mich hinzustärken und einfach nichts zu tun und auch nichts tun zu müssen.
00:05:26: Und es gibt einfach generell sehr viele Dinge in meinem Leben, gerade oder auch schon seit einigen Jahren die wahnsinnig viel Energie fressen.
00:05:36: Da passiert dann irgendwann sowas komisches weil man funktioniert so lange also im myem Fall ich habe jetzt so lange funktioniert dass ich irgendwann gar nicht mehr merke was eigentlich fehlt.
00:05:51: Ich hab ja grade schon gesagt Momentan auch ziemlich viel Verantwortung, aber auch diese Verantwortung braucht irgendwie Platz.
00:05:58: Alles was sich irgendwie entfalten muss alles was irgendwie auch mal in klaren Gedanken braucht, braucht Ruhe, braucht Freiheit, braucht Luft und Raum.
00:06:08: Ich habe eine Zeit lang gedacht vielleicht weiß ich einfach nicht mehr was ich will.
00:06:13: Vielleicht hab' ich mich so sehr von dem entfernt das mich eigentlich erfüllt dass ich überhaupt nicht mehr weiß wonach ich suchen soll.
00:06:21: Und jetzt habe ich eben gerade angefangen, mich was anderes zu fragen.
00:06:25: Vielleicht weiß ich es ja!
00:06:27: Vielleicht habe ich nur jetzt das Gerade überhaupt keinen Platz, keinen Raum, kein Kopf dafür, es rauszufinden?
00:06:36: Weil wann soll ich's denn herausfinden?
00:06:38: Während der Arbeit, während ich die Geschirrspulmaschine ein- oder ausräumen, wenn ich gerade mein Kind ins Bett bringe... Wenn ich selbst gerade noch ins Bett möchte Wenn man über das Thema Selbstfindung nachdenkt, dann klingt es immer... Also in meinem Kopf geht dann immer so eine Ideenblase auf.
00:06:54: Und dann sehe ich mich an einem schönen langen Wochenende irgendwo an einem tollen Meer.
00:06:59: Ich sitze im Strand, hab ein Notizbuch in der Hand und schreibe einfach alles auf!
00:07:03: Das ist nur leider nicht das reale Leben.
00:07:05: Im realen Leben sitzt sich dann gegen zweiundzwanzigunddreißig komplett fertig auf der Couch und überleg vielleicht gerade noch so ob ich morgen vielleicht nochmal schnell die Waschmaschine anstellen muss weil ich sonst vielleicht keinen neuen Schlüpfer mehr habe oder so.
00:07:22: Jetzt sind wir hier gerade durch ganz viele Themen gegangen, ja man hat sich irgendwie selbst verloren... also Mann!
00:07:27: Ich habe mich irgendwie selbst verloren.
00:07:29: nicht versuche mich wieder zu finden.
00:07:32: Ich frage mich wer ist denn diese Yasmin von früher?
00:07:35: Wo ist sie geblieben?
00:07:36: wie komme ich wieder an Sie ran?
00:07:38: Wie werde ich glücklich?
00:07:39: Wie finde ich meine Bestimmung in diesem Leben?
00:07:43: Kann ich mich selbst entfalten?
00:07:44: und so weiter?
00:07:46: Und im nächsten Schritt habe ich mir eine ziemlich unrealistische Frage gestellt.
00:07:51: Ich hab mir so gedacht, okay?
00:07:52: Stell dir vor für einen Tag wäre wirklich wo alles erledigt!
00:07:57: Wohnung der Garten Alles organisiert Kind verräumt und versorgt.
00:08:02: natürlich.
00:08:03: Es gibt nichts was noch zu tun wäre.
00:08:05: Nichts was sich noch sortieren müsste Aufräumen oder irgendwie regeln Und auch genug Geld ist da.
00:08:11: Niemand bräuchte gerade irgendwas von mir.
00:08:14: Was würde ich dann eigentlich machen?
00:08:18: Ich bin natürlich auch irgendwie sehr, sehr müde dadurch dass meine Schlafgebohnheiten jetzt nicht die besten sind.
00:08:23: Und ich hätte jetzt auch erwartet das einfach so ein Tag für mich selbst als ich einfach viel schlafen würde.
00:08:26: aber ich glaube Für viele schlafe den ganzen tag über bin ich einfach nicht der typ dafür.
00:08:30: bin ich saub selbst auch zu neugierig vielleicht.
00:08:33: Dafür sind mir noch ein paar zu viele Sachen bewusst Die mir tatsächlich fehlen wie zum beispiel sport machen.
00:08:39: Das war das erste was sich denn aufgeschrieben habe.
00:08:41: Ich würde Sport machen.
00:08:43: Ich glaube, ich würde den Tag mit Yoga beginnen, schätze ich mal.
00:08:47: Das war so das erste... Da habe ich mich gesehen einfach hier in so einem schönen Joghersitz irgendwo bei Sonnenaufgang.
00:08:54: Ich würde mir richtig gutes und gesundes Essen kochen und zwar selbst und mit Ruhe!
00:09:00: Ich würde auf jeden Fall ein Buch lesen.
00:09:02: Ein ganzes Buch schaffe ich wahrscheinlich in der Zeit nicht aber ich würde es wenigstens anfangen.
00:09:06: Vielleicht würde ich auch in einen Spa gehen.
00:09:09: Ich würde aber auf jeden Fall versuchen, Menschen zu treffen die ich liebe und versuche auch mich bei Menschen zu melden.
00:09:16: Bei denen ist schon viel zu lange nicht schaffe, mich zu melde.
00:09:19: Ich würde wahrscheinlich auch gerne an meinem Studium weiterarbeiten.
00:09:22: das bleibt nämlich leider auch sehr sehr doll auf der Strecke.
00:09:26: Und und dass was irgendwie etwas was ich am liebsten mache?
00:09:29: Ich würde Pläne schmieden!
00:09:31: Ich würde wirklich darüber nachdenken Was möchte ich denn noch von der Zukunft und wie komme ich dahin?
00:09:37: Und dann würde ich mir auf jeden Fall auch noch was richtig Schönes für mein Kind und mich ausdenken.
00:09:42: Und mich im Anschluss mit meinem Kind im Moment verlieren.
00:09:45: Das hatte ich ja in der letzten Folge schon mal so ein bisschen, das ist etwas, was ich echt leider auch ein bisschen verlernt habe, mich im Moment zu verlieren einfach nur auf den Moment zu konzentrieren.
00:09:54: Aber das würde ich machen!
00:09:56: So jetzt haben wir wieder einen ganz spannenden Punkt erreicht denn ich hab ja vorhin noch gesagt Ich weiß gar nicht was mich glücklich macht.
00:10:03: Ich bilde mir immer noch ein dass ich es dich weiß Aber wenn man sich diesen vierundzwanzig Stundenplan so ansieht, könnte man ja schon mal kurz ins Krübeln kommen und sich denken, hm.
00:10:13: Irgendwie habe ich gerade innerhalb von kürzester Zeit ungefähr weiß ich nicht fünf Dinge, zehn Dinge gefunden die ich gern tun würde.
00:10:21: also vielleicht weiß ich doch was mir fehlt weil vielleicht fehlt mir nicht die Antwort vielleicht fehlt mehr einfach nur der Raum.
00:10:30: Und wenn ich mir jetzt wirklich ganz konkret vorstelle, wie dieser Tag aussehen könnte dann sehe ich mich irgendwie auf einer Liege.
00:10:37: Ich seh' mich wirklich auf der Liege.
00:10:39: lustigerweise sehe ich auch mit einem Hut und ich bin eigentlich gar nicht der Huthyp aber irgendwie sehe ich sich da auf eine Liege mit einem Notizbuch in der Hand Mit ner Sonnenbrille auf der Nase und mit nem tollen Sonnenhut.
00:10:49: Ja und auf jeden Fall scheint natürlich die Sonne Die gehört bei mir einfach dazu Ja und irgendwie schaue ich zwischendrin auch einfach mal nur irgendwo hin tiefen entspannt.
00:11:02: Ich kriege aber jetzt nicht einfach nur so da und denke Gott sei Dank muss ich heute mal gar nichts machen, sondern meine Gedanken gehen eher in die Bewegung ins Tun Und das ist glaube ich auch ein Charakterzug von mir.
00:11:14: Ich bin vielleicht auch jemand der nicht gut ist im Gar nichts tun, wobei ich das auch ganz gut kann also gerade beim Yoga einfach mal bei mir sein.
00:11:23: Aber hier bin ich glaube ich eher der Typ.
00:11:25: ich weiß gerade endlich wieder was ich möchte.
00:11:29: Ich hätte Ideen, ich würde Pläne machen.
00:11:33: Ich hatte Hoffnung für die Zukunft und wenn man das dann so auf sich wirken lässt diese Skizze, diese Gedanken, die man da gerade aufgeschrieben hat oder sich auch einfach nur gemacht hat Dann bekommt man noch irgendwie so das Gefühl Ja!
00:11:47: Ich kann diese Schritte Diese nächsten Schritte tatsächlich gehen Und ich glaube es ist genau dieses Gefühl dass ich gerade vermisse Es nicht unbedingt Glück sondern es ist dieses Gefühl von, da geht noch was und zwar wirklich.
00:12:03: Und wenn man das dann so auf sich wirken lässt oder als ich das dann auf mich habe wirken lassen, ist mir noch etwas aufgefallen.
00:12:10: Es gibt nämlich tatsächlich schon noch Momente in denen ich mich irgendwie anders fühle besser fühle.
00:12:17: Ich hab' das nicht oft, nicht ständig aber manchmal zum Beispiel, wenn ich mich mit meinen Mädels treffe Wenn ich dann einfach nur im Moment sein kann, wenn ich mich gerade um nichts anderes sorgen muss.
00:12:32: Wenn ich einfach ein bisschen vor mich hindödeln kann und wenn ich einfach für ein paar Stunden vergessen kann was gerade alles nicht so toll läuft.
00:12:43: Ja dann spüre ich irgendwie Verbindungen und vor allem vergesse ich in dem Moment so ein bisschen dass ich irgendwie funktionieren muss.
00:12:53: Und so ganz ähnlich geht es mir zum Beispiel auch, wenn ich Zeit mit meinem Kind verbringe.
00:12:57: Wenn ich mich auf den Moment tatsächlich einlassen kann... ...wenn ich mit ihm Quatsch mache ohne im Kopf schon beim nächsten Punkt auf meiner To-du-Liste zu sein.
00:13:08: und so geht's mir auch, als ich am Meer bin.
00:13:11: Das Meer ist für mich irgendwie so'n ganz großer Friedensbringer.
00:13:16: Ich weiß nicht wie ich sagen soll aber das war schon immer so und ich liebe auch dieses Lied, ich weiß nicht ob ihr es kennt drei Tage am Meer Das trifft so zu, drei Tage am Meer und ich weiß wieder wer.
00:13:26: Ich bin.
00:13:27: Und das ist vielleicht auch noch ein Gedanke für diese Folge.
00:13:31: Vielleicht ist jetzt das Meer als Beispiel gar nicht so besonders, weil ich dort ein anderer Mensch bin?
00:13:39: Bin ja nicht!
00:13:41: Aber vielleicht bin ich dort einfach mehr diejenige, die ich sonst gerade eher selten sein darf.
00:13:50: Die Frage aller Fragen für diese Folge habe ich mich selbst wirklich verloren.
00:13:57: Und der Gedanke kam mir jetzt eben bei der Vorbereitung auf diesen Podcast, vielleicht habe ich nicht verloren?
00:14:06: Vielleicht bin ich gerade einfach sehr weit weg von mir und das ist ein Unterschied!
00:14:12: Weil hätte ich mich verloren dann müsste ich mich ja irgendwo wiederfinden.
00:14:17: und jetzt kommt dieser Erkenntnis.
00:14:19: vielleicht muss ich gar nicht zurück zu einer früheren Version von mir.
00:14:23: Vielleicht gibt's die nämlich gar nicht mehr?
00:14:25: Und hier möchte ich dir jetzt eine Geschichte erzählen, die ich kürzlich auf Instagram gesehen habe.
00:14:29: Ich weiß leider nicht mehr wo und ich kenn sie auch nicht mehr im Detail aber sie ging ungefähr so In diesem Post ging es irgendwie um ein Ehepaar das schon seit sehr vielen Jahrzehnten miteinander verheiratet ist und gefragt wurde wie Sie es eigentlich geschafft haben solange glücklich miteinander zu bleiben.
00:14:49: Und die Antwort war ungefähr, aber ich fand das wirklich sehr spannend.
00:14:55: Wir waren ja gar nicht so lange mit derselben Person verheiratet.
00:14:58: Ja also dieses Ehepaar hat sich quasi über diese vielen Jahrzehnte immer wieder neu kennengelernt.
00:15:04: Sie sind immer neugierig aufeinander geblieben haben sich aber gegenseitig auch den Raum und die Möglichkeit gelassen sich selbst immer wieder Neu zu erfinden weil natürlich Ich habe mit dreißig nicht mehr die selben Interessen, die ich mit sechzehn hatte.
00:15:21: Ich habe auch nicht mehr dieselbe Interessen ,die ich mit zwanzig hatte und ich werde in ein paar Jahren wieder andere Interessen haben.
00:15:27: Wir Menschen verändern uns!
00:15:29: Und ich glaube uns das einmal bewusst zu machen und einfach von diesem Gedanken wegzukommen dass wir uns wiederfinden müssen, dass wir doch damals viel glücklicher waren also müssen wir dasselbe wieder tun wie damals muss vielleicht gar nicht so sein.
00:15:46: Vielleicht dürfen wir jetzt auch einfach neue Dinge finden, die uns glücklich machen und die uns Freude bringen.
00:15:54: Das ist genau das Schöne daran!
00:15:56: Dass man einen Menschen nicht irgendwann komplett kennt – dann ist es ja vorbei – sondern dass man sich immer wieder neu begegnen kann.
00:16:06: Auch sich selbst aber man muss auch sich selbst dafür diesen Raum lassen.
00:16:12: Wenn ich jetzt zum Beispiel von meinem Partner immer nur erwartet, dass er genau der Mensch bleibt, den ich vor zehn oder zwanzig Jahren kennengelernt habe.
00:16:18: Dann lerne ich ihn irgendwann ja gar nicht mehr kennen.
00:16:22: und vielleicht gilt das auch für mich selbst weil vielleicht erwarte ich von mir selbst gerade auch Dass Ich noch dieselbe Person bin die ich irgendwann mal war Und Vielleicht Bin Ich Das Einfach Nicht Mehr?
00:16:34: Vielleicht Interessieren Mich Jetzt Andere Dinge!
00:16:37: Vielleicht brauche ich andere Dinge!
00:16:39: Vielleicht Habe ich auch andere Träume Als damals, vielleicht bin ich irgendwie mutiger geworden oder vorsichtiger.
00:16:48: Vielleicht bin ich auch müde geworden und vielleicht möchte ich Dinge jetzt ganz anders machen als früher.
00:16:56: Und ganz vielleicht ist die Frage auch gar nicht wie finde ich zu mir zurück sondern wer bin ich eigentlich geworden?
00:17:10: Das ist ein Gedanke der gefällt mir inzwischen richtig Gut, weil ich nicht zurück muss.
00:17:17: Ich muss nicht mehr die Yasmin werden, die ich irgendwann mal war!
00:17:21: Ich darf herausfinden, wer ich jetzt bin und vielleicht muss ich mich auch gar nicht finden?
00:17:29: Vielleicht muss ich einfach nur wieder kennenlernen und vielleicht ist das sogar was richtig Schönes ein Menschen kennenzulernen, den man eigentlich schon ziemlich lange kennt.
00:17:43: Und natürlich habe ich mir auch wieder ein kleines Experiment für dich überlegt.
00:17:48: Ich würde dir für diese Woche gerne eine Mini-Übung wieder mitgeben und die finde ich ganz schön, und ich werde sie natürlich auch selbst wieder mitmachen wenn du irgendwann denkst im Laufe dieser nächsten Woche das gerade tut mir gut egal was es ist.
00:18:05: ja wenn es irgendwie einen Spaziergang an der Luft ist wenn du gerade einfach nur einmal tief atmen kannst Ja, egal wie klein es ist, halte kurz inne und merkt ihr den Moment.
00:18:18: Merkt ihr auch nicht.
00:18:19: was bringt er mir?
00:18:20: War das jetzt sinnvoll?
00:18:22: Sondern merkt Ihr einfach nur fühle ich mich gerade ein bisschen wie ich.
00:18:29: Ja vielleicht ist es beim Kaffee trinken, beim Spazieren gehen, beim Sport machen, beim Rum albern... Vielleicht ist es auch wenn du mit einem bestimmten Menschen zusammen bist!
00:18:40: oder beim Lesen, oder auch einfach beim Nichtstun.
00:18:44: Und vielleicht musst du auch gar nicht wissen warum dir dieser Moment jetzt gerade gut tut?
00:18:50: Vielleicht reicht es erst mal diese kleinen Hinweise einfach nur zu sammeln und vielleicht entsteht daraus irgendwann ein ziemlich interessantes Bild von dir – nicht von der Person die du sein solltest sondern von der Personen die du gerade bist!
00:19:09: Vielleicht bist du gerade unzufrieden, vielleicht bist du erschöpft.
00:19:14: Vielleicht hast du das Gefühl dass irgendwo auf dem Weg ein Teil von dir verloren gegangen ist und vielleicht ist er gar nicht weg.
00:19:23: Vielleicht war einfach nur sehr lange kein Platz für ihn!
00:19:27: Und vielleicht musst du heute auch noch gar nicht wissen was dein nächster großer Schritt ist?
00:19:33: Vielleicht reicht es erst mal wieder neugierig auf dich selbst zu werden.
00:19:39: Wer bin ich eigentlich geworden.
00:19:42: Und was macht mich ein kleines bisschen lebendig?
00:19:46: Vielleicht fangen wir genau da an!
00:19:56: Schön, dass du heute dabei warst.
00:19:58: Nimm mit, was für dich passt und lass hier, was nicht deins ist.
00:20:03: Und vielleicht hören wir uns ja nächsten Freitag wieder – bis dahin … vielleicht.
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