Vielleicht musst du nicht wissen, wie es weitergeht
Shownotes
Vielleicht musst du nicht wissen, wie es weitergeht.
Was passiert, wenn wir vor einem Umbruch stehen und nicht wissen, was uns erwartet? Wenn sich beruflich, gesundheitlich oder privat etwas verändert und wir auf Antworten warten, die wir nicht selbst in der Hand haben?
In dieser Folge spreche ich über das Dazwischen – über Unsicherheit, Grübeln und den Wunsch, die Zukunft planen zu können.
Ich teile meine Gedanken zu beruflichen Veränderungen, erzähle von einer Beobachtung aus meinem eigenen Team und frage mich, wie wir im Ungewissen trotzdem unseren Alltag leben können.
Denn vielleicht müssen wir nicht erst wissen, wie alles ausgeht, um heute einen guten Tag zu haben.
In dieser Folge:
- Warum wir so gerne planen
- Was das Dazwischen bei Umbrüchen so schwierig macht
- Wie wir mit beruflicher, gesundheitlicher und persönlicher Unsicherheit umgehen können
- Warum Weitermachen manchmal hilft und wann es vielleicht etwas anderes braucht
- Wie wir unseren Blick auf das richten können, was wir tatsächlich beeinflussen können
- Warum wir unser Leben nicht auf später verschieben müssen
Drei Fragen für dich:
- Was weiß ich gerade wirklich – und was befürchte ich nur?
- Was kann ich heute selbst beeinflussen?
- Was darf ich für heute unbeantwortet lassen?
Du musst danach keinen perfekten Plan haben. Vielleicht reicht es erstmal, deine Gedanken ein bisschen zu sortieren.
🎧 Schön, dass du bei Vielleicht dabei bist.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Es ist nicht wenig, es ist nicht schwer.
00:00:08: Du kannst es hoffen!
00:00:09: Aber hoffe nicht so sehr.
00:00:12: Vielleicht dein Podcast für neue Blickwinkel aufs Leben.
00:00:23: Vielleicht musst du nicht wissen wie es weitergeht?
00:00:29: Ich bin ein Mensch der unglaublich gerne pracht.
00:00:34: ich liebe Notizbücher und habe unzählige davon Und alle sind mit Ideen und Gedanken und Plänen für die Zukunft regelrecht zugeklastert, würde ich jetzt mal sagen.
00:00:47: Auf dem Papier sieht alles immer irgendwie toll aus!
00:00:51: Da habe ich eine richtig tolle Zukunft vor mir, da habe ich einen Plan und wahrscheinlich wäre ich schon seit zehn Jahren Millionärin wenn es nach meinen Papieren ginge... und leider tut's das nicht.
00:01:02: Und da muss ich die letzten Tage ein bisschen drüber nachdenken, warum ich so viele Dinge immer aufschreibe.
00:01:07: So viele auch echt gute Pläne mache, die für mich total logisch klingen in dem Moment uns am Ende doch nicht machen.
00:01:15: Warum planen wir eigentlich so gerne?
00:01:18: Also ich weiß nicht wie es dir geht.
00:01:19: Warum plane ich eigentlich so gern aber setze es dann irgendwie doch nicht um?
00:01:25: und ich glaube Plan macht mir vielleicht gerade deshalb so viel Spaß weil ich mir dann vorstellen kann, wie etwas wird.
00:01:34: Wie etwas sein könnte?
00:01:35: Aber ja, dieses Planen gibt uns auch ein bisschen Kontrolle und solange es nur im Plan ist ... Ich glaube das ist jetzt so dieser entscheidende Punkt.
00:01:43: Solang es nur in den Plan ist, könnte es noch perfekt werden aber die Realität ist manchmal ein bisschen komplizierter als das.
00:01:50: Beim Plan können wir uns zum Beispiel noch aussuchen, wie die Zukunft aussehen soll oder könnte oder wie die ideale Zukunft für uns aussehe.
00:01:59: Aber dann gibt es manchmal einfach Situationen, da können wir gar nicht selbst entscheiden.
00:02:04: Was passiert und wie sie enden?
00:02:06: Umbrüche!
00:02:07: Es gibt Veränderungen, es gibt Situationen auf die wir einfach keine Antwort haben.
00:02:12: Sei's im Privatleben, sei in der Arbeit, sei es bei Krankheiten... Manchmal passiert einfach Dinge, die wir nicht in unserer Macht haben.
00:02:22: Und ich glaube genau da macht das uns ein bisschen Spaß oder gibt uns ein bisschen Leichtigkeit zu planen und sich vorzustellen, wie es im Idealfall ausgehen könnte.
00:02:34: Und wie ich da jetzt so drüber nachgedacht habe die Tage kam mir der Gedanke dass man ja irgendwie in so einem Dazwischen feststeckt.
00:02:44: Vielleicht hole ich hier auch gerade schon mal aus bei mir in der Arbeit ist auch gerade eine dazwische Situation.
00:02:51: Ich möchte gar nicht genau darauf eingehen aber es ist tatsächlich, es steht ne große Änderung an in allen größeren Firmen und Bereichen oder auch Kleineren momentan.
00:03:04: Und man steckt gerade so ein bisschen fest, man ist noch im alten Team Man weiß aber es wird sich etwas ändern Es wird etwas passieren Aber man hat keine Ahnung und vor allem auch keinen Einfluss darauf was genaues sein wird.
00:03:19: Und bis es diese Gewissheit jetzt geben wird hängt man in diesem dazwischen fest.
00:03:24: Also man is irgendwie noch im Alten Aber man weiß auch noch nicht, was das Neue sein wird.
00:03:32: Also einer dazwischen und ich glaube dieses Zerzwischen kann für viele Menschen sehr zermürmend sein.
00:03:38: Es ist mit sehr viel Unsicherheit verbunden Mit Zweifeln, mit Ängsten Und ich glaube darin kann man sich auch ganz schnell verlieren weil irgendwie wartet man und warten kann auch ziemlich nervig werden gerade wenn man nicht so der geduldigste Mensch isst und gleichzeitig versucht man aber auch während dieses Wartens den Alltag trotzdem zu meistern.
00:04:05: Und ich glaube, dass an Veränderungen genau das vielleicht das Schwierigste sein kann also gar nicht die Veränderung selbst sondern dieses dazwischen wenn eben dieses alte nicht mehr richtig sicher ist aber das neue auch noch gar nicht begonnen hat und dann haben wir irgendwann im Kopf schon zehn mögliche Szenarien durchlebt obwohl eigentlich gar nichts entschieden ist.
00:04:26: Kommt ihr das vielleicht bekannt vor?
00:04:27: Ich glaube, dass wichtig in so einer Zwischensituation ist tatsächlich sich wieder auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
00:04:34: Zurückzubesinnen!
00:04:35: Ist vielleicht manchmal schwierig aber ich bin mir ziemlich sicher es ist nicht unmöglich Und ich möchte hier gerade auch gerne mal auf mein Beispiel aus der Arbeit eingehen.
00:04:43: Ich habe ein ganz tolles Team bei mir an der Arbeit Und vor einiger Zeit haben wir uns mal gemeinsam dazu entschieden, diese Dazwischen-Situation nicht mehr als der Zwischensituation zu betrachten.
00:04:55: Sondern einfach trotzdem so weiterzumachen, dass wäre nichts passiert.
00:04:59: Wir haben gemeinsam beschlossen hey!
00:05:01: Wir machen jetzt das Beste draus und daraus ist was richtig schönes Entschied entstanden denn wir haben uns auf das konzentriert, was wir tatsächlich ändern können ,was wir nutzen können womit wir arbeiten können und haben uns in diesen Projekten so verloren, dass die letzten Wochen vor allem auch so schnell vergangen sind.
00:05:22: Und daraus auch so tolle Dinge entstanden sind, das es sich gar nicht mehr nach dazwischen angefühlt hat.
00:05:27: Wahrscheinlich ist es auch nicht in jeder Situation möglich einfach weiterzumachen.
00:05:32: Manchmal braucht es vielleicht auch was anderes, als einfach weiterzumachen.
00:05:35: Manchmal brauchts eine Pause oder den Bruch ... Vielleicht muss man sich manchmal aktiv dafür entscheiden, selbst einen anderen Weg einzuschlagen oder eine Veränderung anzustupsen?
00:05:46: Das ist bei mir gerade diese Situation in der Arbeit.
00:05:48: Die liegt überhaupt nicht in meiner Hand.
00:05:50: Das Einzige, was ich persönlich machen könnte, wäre natürlich zu kündigen und etwas anderes zu suchen.
00:05:55: Da bleibt aber die Frage, was gibt's denn anderes?
00:05:58: Was möchte ich denn anderes machen?
00:05:59: Oder bin ich eigentlich ja ganz zufrieden im Job möchte erst mal abwarten, wie es weitergeht.
00:06:05: Weil ich schon Hoffnung habe dass das danach wieder genauso viel Spaß machen wird wie vorher.
00:06:08: Ja das sind so Fragen die man sich stellen kann.
00:06:10: Es gibt natürlich aber auch andere Situationen wie Krankheiten oder Trennungen Todesfälle, also es gibt ja so viele Situationen oder Momente die Unsicherheit mit sich bringen.
00:06:21: Das ist jetzt natürlich kein Patentrezept.
00:06:23: Weitermachen kann eine Form von Stärke sein, das kann aber auch Selbstschutz sein.
00:06:27: Manchmal ist weitermachen auch einfach nur funktionieren ehrlicherweise und ich glaube dass es auch bei jedem Menschen anders und in jeder Situation anders.
00:06:35: Mir persönlich muss ich sagen hat das einfach weitermachend jetzt gerade sehr geholfen und deswegen ist mein vielleicht für meine Arbeitssituation ein... Vielleicht muss ich gar nicht wissen, wie es weitergeht um meine Arbeit heute machen zu können.
00:06:49: Vielleicht muss sich auch nicht erst alle Antworten kennen, um heute einen schönen Nachmittag zu haben.
00:06:54: Vielleicht darf diese Unsicherheit einfach da sein ohne jeden Moment bestimmen zu müssen?
00:07:00: Das bedeutet jetzt nicht dass man jede Sorge einfach wegschieben soll auf gar keinen Fall.
00:07:05: aber vielleicht muss Unsicherkeit nicht unbedingt immer den gesamten Raum einnehmen.
00:07:11: Aber was können wir denn eigentlich tun wenn wir selbst gar nichts entscheiden können.
00:07:15: Und da finde ich mehrere Punkte wichtig, zum einen lass uns doch erst mal unterscheiden was weiß ich tatsächlich und was befürchte ich das passieren könnte?
00:07:26: Lass es uns unterscheidern und uns dann darauf fokussieren auf das was wir tatsächlich wissen!
00:07:32: Das was wir befürchten schieben wir erstmal ein bisschen weg bis wir's tatsächlich wissen.
00:07:42: weil unsere Gedanken Die können sich manchmal so real anfühlen, obwohl sie es noch gar nicht sind.
00:07:51: Dass wir vergessen dass eine Sache vielleicht noch gar nichts eingetreten ist und dann reagieren und handeln wir schon so als wäre die Sache eingetretet?
00:07:59: Dann benehmen wir uns so, als wäre eine Sache bereits eingetreht.
00:08:03: also vielleicht müssen wir auch nicht jede Angst schon gleich lösen sondern vielleicht reicht es manchmal zu merken.
00:08:12: das ist gerade eine Befürchtung aber keine Tatsache.
00:08:16: Ein zweiten Punkt, den ich hier ganz wichtig finde ist, den eigenen Einflussbereich kleiner zu machen.
00:08:22: Ja wenn ich heute einfach noch nicht weiß wie mein Leben in sechs Monaten ausschauen wird oder könnte dann konzentriere mich doch einfach darauf wie mein leben heute aussieht und was ich heute brauche damit mein leben gut ist oder damit mein tag gut ist damit ich mit meinem tag zufrieden bin.
00:08:41: ja also was kann ich gerade tatsächlich selbst beeinflussen Und was könnte mein erster kleiner Schritt sein?
00:08:48: Vielleicht ist das ein Gespräch, vielleicht ist es eine Aufgabe irgendwas erledigen.
00:08:53: Vielleicht ist es auch einfach nur heute mal ein bisschen früher Feierabend zu machen.
00:08:57: Ja also vielleicht versuchen wir manchmal den ganzen Weg zu planen, obwohl wir gerade nur den nächsten Schritt sehen können.
00:09:04: Ein dritter und letzter Punkt, den ich hier wichtig finde is' lasst uns unser Leben nicht auf später verschieben.
00:09:11: Leben ist jetzt!
00:09:13: Wie oft denken wir?
00:09:14: Und damit kommen wir auch ein bisschen zurück zu unserer allerersten Vielleichtfolge, vielleicht erinnerst du dich noch.
00:09:20: Ich mache das ich erledige dass ich gönne mir das.
00:09:23: wenn xy passiert ist eingetretenes erledigt ist dann kann ich wieder entspannen.
00:09:30: aber was ist denn jetzt wenn x y niemals eintritt?
00:09:33: Dann wirst du ja nie wieder entspannt.
00:09:35: wie schlimm wäre das.
00:09:37: Lass uns versuchen, unsere Gedanken wieder in das Hier und Jetzt zurückzuholen.
00:09:42: Und uns wirklich jeden Tag bewusst diese Frage zu stellen Was brauche ich heute?
00:09:48: Damit ich heute einen guten Tag habe.
00:09:50: Frag sie doch gleich mal ja was könnte ich mir heute Gutes tun obwohl noch nicht alles gut ist?
00:09:55: Ja weil vielleicht muss sich nicht alles wissen um weiterzugehen.
00:10:01: Ich glaube wir erwarten manchmal von uns selbst dass wir erst Klarheit haben müssen, bevor wir handeln können.
00:10:06: Dass wir einen Plan brauchen, bevor we losgehen und das wir wissen müssen ob alles gut ausgeht.
00:10:12: Aber beim Leben gibt es manchmal einfach Phasen Da bekommen wir diese Sicherheit nicht Und vielleicht kann ich auch gleichzeitig Angst haben und trotzdem neugierig sein.
00:10:21: Vielleicht kann ich unsicher sein und trotzdem einen Schritt machen.
00:10:26: Vielleicht kann sich heute ein Plan haben und den Morgen wieder verändern Und vielleicht muss ich mich nicht heute auf eine einzige Zukunft festlegen.
00:10:35: Das ist jetzt natürlich kein Allgemeinrezept, ja?
00:10:39: Nicht jede Unsicherheit muss irgendwie sofort überwunden werden oder ignoriert werden.
00:10:46: Manchmal müssen wir vielleicht wirklich abwarten.
00:10:48: Ja da sind wir wieder bei den Krankheiten zum Beispiel.
00:10:50: aber auch hier können wir uns immer die Frage stellen Ich weiß nicht wie es ausgeht, was kann ich heute tun damit ich oder meine Liebsten einen guten Tag haben?
00:11:00: Vielleicht bedeutet Vertrauen nicht immer, dass ich weiß das alles gut wird.
00:11:04: Vielleicht bedeutet es manchmal einfach, dass sich mir zutraue mit dem umzugehen was kommt.
00:11:11: Ja und wenn du gerade nicht weißt wie's weitergehen soll habe ich dir heute wieder drei Fragen mitgebracht die du dir stellen könntest.
00:11:19: Die erste Frage wäre Was weiß ich gerade wirklich?
00:11:23: Wir haben grade schon drüber gesprochen oder male ich mir nur aus?
00:11:32: Zweite Frage.
00:11:33: Was kann ich heute selbst beeinflussen, was ist ein kleiner Schritt die nicht jetzt gehen kann?
00:11:41: und drittens was darf ich für heute unbeantwortet lassen?
00:11:46: welche frage muss ich heute vielleicht noch gar nicht auflösen?
00:11:50: vor lauter Pläne machen?
00:11:52: vergessen wir das manchmal dass wir eigentlich gar keinen perfekten Plan brauchen.
00:11:56: manchmal reicht es erst mal einfach die eigenen Gedanken zu sortieren.
00:12:00: Vielleicht müssen wir nicht wissen, wie die Geschichte ausgeht um die nächste Seite aufzuschlagen.
00:12:06: Stellt es dir vor wie bei einem guten Buch?
00:12:07: Und vielleicht müssen wir auch nicht alle Antworten haben um heute trotzdem ein bisschen zu leben.
00:12:13: und vielleicht ist das Leben manchmal auch gar nicht der große Plan den wir uns irgendwann aufgeschrieben haben.
00:12:19: Vielleicht ist es einfach das was dazwischen passiert.
00:12:24: Die Dinge, die wir nicht vorher sehen konnten... ...die Umwege!
00:12:28: Die offenen Fragen Und vielleicht auch die kleinen Momente, die trotzdem schön sind – obwohl wir noch nicht wissen wie es weitergeht.
00:12:40: Schön dass du heute dabei warst!
00:12:43: Nimm mit was für dich passt und lass hier was Nicht-Deins ist.
00:12:48: Und vielleicht hören wir uns ja nächsten Freitag wieder.
00:12:51: Bis dahin Vielleicht.
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